Plissee Pavillon im Park wird neuer Treffpunkt

So wie sich der Modelleisenbahn-Bauer nicht nur auf die Lokomotiven, Anhänger und Schienen konzentriert, sondern seine Modelle in einem möglichst maßstabsgetreuen Umfeld präsentieren und ausprobieren möchte, machen auch wir Parkflieger nicht bei Flugzeugen, Hubschraubern und Raketen stopp. Ebenso viel Spaß macht es, Flughäfen als Modell nachzubauen, von wo aus unsere fliegenden Objekte starten und auch wieder landen können.

Da es leider bis jetzt nicht erlaubt ist, im Park eine Flugzeughalle fest aufzubauen, wenn auch nur als kleines Modell, bestand die größte Kunde bei den Flugplatz-Modellen darin, diese transportabel und leicht zu gestalten. Ebenso sollte der Auf- und Abbau nicht mehr als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.
Unsere größten Bastler nahmen die Herausforderung an und bauten im Modell den Flughafen Berlin Tegel nach. Das sechseckige Gebäude können wir aus allen Himmelsrichtungen anfliegen. Der Clou ist aber, dass sich das ganze Bauwerk wie ein Plissee Rollo zusammenklappen lässt. Insgesamt hat unser Plissee-Pavillon eine Höhe von 1 Meter und einem Durchmesser (ohne Landebahnen) von 10 Metern. Das ganze Modell wiegt 600 Kilo, kann aber in mehrere Teile zerlegt, transportiert und wieder aufgebaut werden.
Seitdem wir diesen Pavillon zu unseren Parkflieger-Treffen aufbauen, haben wir neuerdings auch immer mehr weibliche Bewunderer. Sie finden den Modell-Flughafen sehr interessant und wir erklären natürlich allen gern, wie dieser aufgebaut wird, welche Materialien für die Fenster, Wände und Decken verwendet wurden, wie man ihn zusammenlegen kann und wie wir an die kleinen Fenster sogar Gardinen aufhängen konnten.
Für die Landebahnen benötigen wir kein spezielles Baumaterial. Meist spannen wir rot-weißes Absperrband ganz dicht auf den Untergrund, so dass die Landebahn gut zu erkennen ist, sich aber auch kein Flugzeug darin verfangen kann. Einmal kam es schon zu einem kleinen Unfall, als ein Hubschrauber in der Mitte des sechseckigen Flughafenmodells landen wollte. Seine Rotoren waren leider breiter als der Innendurchmesser, so dass dabei einige Teile des Dachs beschädigt wurden. Die Kunststoff-Rotoren des Helikopters blieben allerdings schadlos.

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